Hardangervidda

"see the world with your own eyes"

03.08.2008 - Backpacker II

Ich hatte mich mal wieder dazu entschlossen einen Ausflug nur mit dem Rucksack zu machen.

Die Gegend um Santa Cruz mit dem Rad anzuschauen hätte einiges an doppelt zu fahrender Strecke bedeutet. So also wieder die Option Rucksack.

Nach den ruhigen Tagen in Sucre verabschiedete sich nun auch Martin. Er hatte nur noch 3 Wochen und wollte mit dem Bus nach La Paz, um dort in der Region die restliche Zeit zu verbringen.

So gingen 1 1/2 Monate des zusammen fahrens zu Ende. Soviel zum Alleinreisen.

Ich nahm einen Nachtbus von Sucre nach Santa Cruz. 15 Stunden in der Buskategorie "Normal". Es gab zu dieser Zeit irgendwie nichts anderes. Nicht das nur die Sitze eng waren, es wurde auch der komplette Gang mit verkauft. Das kannte ich so noch nicht!

Irgendwie kamen wir aber - nach reichlich Schotterstrassen - gegen 8 Uhr in Santa Cruz an.

Da Michael auch noch in Santa Cruz war, hatten wir spontan entschieden uns nochmal zu treffen. So checkte ich im gleichen Hotel ein. Leider konnten wir nicht viel zusammen unternehmen. Ihn hatte bolivianisches Essen nieder gestreckt und er lag im Bett.

Da aber auch Emma - ich hatte Sie schon in Pucon und Salta getroffen - hier in Santa Cruz war, zog ich halt mit Ihr etwas durch die Stadt.

Santa Cruz selbst hatte nicht wirklich viel zu bieten. Ich wollte ja auch eher etwas mehr vom Amazonasgebiet sehen und hatte die Idee in den Noell Kempff Nationalpark zu fahren. Gute Idee. Leider war der so abgelegen und schwierig zu erreichen, dass es zu dieser Zeit keine Touren dorthin gab.

Emma hatte aber im Reiseführer gelesen, dass es eine Zugfahrt zur brasilianischen Grenze gab, welche auch lohnenswert sei.

Also nicht lange überlegt und einen Zugrundtrip im "Oriental Express" gebucht. Die nannten den wirklich so! Emma fand die Idee mit dem Zug auch gut und kam spontan mit.

Da man in dem Grenzort Puerto Quijarro nicht wirklich etwas unternehmen konnte, fuhren wir am gleichen Tag wieder zurück. Zusammen sage und schreibe fast 40 Stunden Zugfahrt. Neuer Rekord für mich.

Das Highlight der Zugstrecke konnten wir nur erahnen. Durch die verspätete Abfahrt in Puerto Quijarro erreichten wir die Gegend erst nach Einbruch der Dunkelheit.

Zurück in Santa Cruz setze ich mich direkt in ein Sammeltaxi nach Samaipata. Der Ort lag in 1600m Höhe und bot viele Möglichkeiten zum Wandern.

In Samaipata angekommen bezog ich das Hostel Andoriña von Andres - ein Holländer - und Doriña. Es war wohl der gemütlichste Platz im Ort zu Backpacker Preisen. Ich blieb dann auch gleich mal 6 Tage.

In den Tagen unternahm ich ein paar kleine Wanderungen. Unter anderem zu einem Felsen wo die Inkas mal wieder dranrum geritzt hatten. Ansonsten boten die Wanderungen ringsum herrliche Aussichten.

Da Samaipata schon auf dem weiteren Weg zurück nach Sucre lag, war die Busfahrt diesmal kürzer und auch angenehmer. Diesmal konnte man auch die Kategorie Cama buchen.

So war ich nach gut 2 Wochen wieder zurück in Sucre. Blieb noch 2 Tage, da auch noch ein Nationalfeiertag anstand, und verlies die Stadt dann wieder per Rad.

Es ging in Richtung Cochabamba und ich hatte mal wieder eine Idee! Ich wollte mit dem Rad zum Torotoro Nationalpark fahren, welcher laut Karte so ziemlich auf dem Weg lag.

Dies ist dann der nächste Bericht.