Milford Sound

"see the world with your own eyes"

27.04.2008 - Das Ende der Carretera Austral

Da war ich nun also wieder zurück in Cochrane. 6 Wochen nachdem ich zu meinem Kurztripp aufbrach.

Viel hatte sich verändert. Zumindest naturmässig. Es war Herbst geworden und in den Bergen lag nun Schnee. Die Temperaturen stiegen am Tag kaum noch über 10 Grad. Auch der häufige Regen machte es nicht wirklich gemütlicher.

So beschloss ich die Carretera Austral per Bus zu verlassen. Nach 2 Tagen in der Hospedaje bei Señora Lucia nahm ich einen Bus nach Coyhaique. Wie als wollte das Wetter sagen - warum fährst Du den nicht mit dem Rad - schien an diesem Tag die Sonne und es war herrlichstes Herbstwetter. Dies hielt aber auch nur diesen einen Tag an. Danach war wieder Schmuddelwetter angesagt.

Von Coyhaique aus bestand die Möglichkeit über Nacht - via Argentinien - direkt nach Osorno zu fahren.

Eigentlich wollte ich ja Bariloche noch einen Besuch abstatten. Leider durfte die chilenische Busgesellschaft mich dort nicht rauslassen. Argentinien war nur Transitgebiet. Was die Grenzer aber nicht daran hinderte meinen Reisepass mit weiteren Stempeln zu strapazieren. Mittlerweile füllen die chilenischen und argentinischen Stempel 7 Seiten im Pass.

Im nachhinein war es vielleicht auch nicht so schlecht nicht in Bariloche ausgestiegen zu sein. 2 Tage später brach in Chile der Vulkan Chaiten aus und lies auch etwas seiner Asche in Bariloche runter kommen. Dem ewigen Westwind sei Dank.

Zum Schluss noch ein kleines Fazit zur Carretera Austral.

Auch wenn ich nur etwas mehr als 250km von insgesamt 1200km per Rad auf dieser Strasse zurückgelegt hatte. Es war ein Erlebnis, diese Strasse zu fahren! Mit all den Dingen die ich dort erleben durfte. Auch wenn Sie teilweise schmerzhaft waren.

Und, die Strasse läuft ja nicht weg. Sie verliert vielleicht nur etwas an Charme. Wenn Sie denn wirklich mal geteert werden sollte.

Wenn all die Projekte Realität werden sollten, welche im Museum von Cochrane so anschaulich dargestellt wurden - seien es die Wasserkraftwerke oder die Minen die entstehen könnten - dann wird sich diese Region verändern. Definitiv!

Wenn aus dem "Dorf" Cochrane mit 4000 Einwohnern wirklich eine Stadt mit 20000 Einwohnern werden sollte, dann wird sich defintiv was ändern. Für den Tourismus gesehen hoffentlich nicht so schnell.