Nyksund

"see the world with your own eyes"

18. Tag Uldsijt - Elsen Tasarchaj

Durch die Geschichte mit dem Airag hat sich meine Nachtruhe doch sehr verkürzt. Länger schlafen ist auch nicht möglich. Was es in der Nacht zu kalt war holt die Sonne jetzt am Morgen wieder nach. 11 Uhr halte ich es im Zelt vor Hitze nicht mehr aus. Ich packe zusammen und fahre los.

Ich bin aber erstaunlich fit und komme gut voran. So könnte ich es heute doch noch bis zu den Sanddünen von Elsen Tasarchaj schaffen.

Es gibt nicht viel Abwechslung auf dieser Hauptstrasse. Mal abgesehen von den vielen Baustellen. Der Straßenbau wird hauptsächlich von chinesischen Firmen durchgeführt und auch da geht es sehr rustikal zu.

Ein Erlebnis habe ich dann doch noch. An der Straße stehen hin und wieder Jurten, welche als Garküchen genutzt werden. Und zu jeder dieser Jurten gehören Hunde. Meist ist das kein Problem, nur an einer haben es die 2 Hofhunde auf mich abgesehen. Wahrscheinlich auch weil Sie dachten, kein Auto, kein Motorrad also ein leichtes Opfer. So kommen die 2 Hunde mit wildem Gekläffe auf mich zugerannt. Die Straße geht zwar leicht bergab, aber ich bin viel zu langsam um Ihnen zu entkommen.

Ein Glück, ich habe ja eine Luftpumpe am Fahrradrahmen. Durch ihre Länge eignet die sich vorzüglich als Schlagstock. Ich brauche nur noch abwarten bis der erste Hund in Reichweite kommt, dann gibt es einen straff platzierten (wirklich perfekt getroffen - Tierschutz ist mir in dem Moment egal) Treffer auf die Nasenspitze. Ein kurzes Jaulen und der Angriff ist beendet. Der zweite Hund gibt daraufhin auch auf. Warum denken Hunde immer Fahrradfahrer sind leicht zu bekommen?

Am späten Nachmittag treffe ich im Jurtencamp "Mon Altai" ein. Es liegt 1km von der Straße entfernt direkt an den Sanddünen. Wieder eine gemütliche Jurte und eine warme Dusche.