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19-06-2009 - interessanter Norden

David - Puerto Limon

Nach 2 Wochen ausgiebiger Terminplanung hatte ich mir den "Fahrplan" für die restlichen 3 Wochen bis zum einchecken auf dem Schiff in Puerto Limon zurecht gelegt. Anfangs hatte ich ja nicht mehr mit so vielen Dingen gerechnet, welche man noch so machen könnte. Aber, wieder einmal wurde ich überrascht. So fanden sich auf meiner TODO Liste letztendlich dann Dinge wie Wanderungen im Nebelwald und Tauchen wieder, anstatt einfach nur Radfahren.

Vom Waterfall Hostel gings erst nochmal nach Boquete, was aber nur einen eher organisatorischen Grund hatte.
Da ich nicht genau wusste wie weit es bis nach Valle de la Mina war. Eindeutige Infos waren einfach nicht zu erhalten. Mal hies es, mit dem Auto braucht man 2h, dann waren es plötzlich 4h!! Das es hügelig würde war mir klar, aber die Entfernung konnte mir keiner sagen. So wollte ich es mir einfacher machen. Von Boquete aus ging es als erstes für gut 20km bergab, wo ich hätte vom Waterfall Hostel aus erstmal 15km bergauf fahren müssen. Aber, hinterher ist man immer schlauer. Bis zum Hostel in Valle del la Mina waren es nur 57km und ich hätte Boquete getrost weglassen können.

Anfangs, als ich nur den Name des Hostels kannte, hatte ich einige Bedenken. Denn "Lost and Found Lodge Eco Resort" klingt schon mal nicht nach preiswerter Unterkunft. Die Worte Lodge, Eco und Resort findet man meist nur wo zahlungskräftigere Kundschaft angelockt werden soll. Dies war hier aber nicht der Fall, der Unterkunftspreis war mit 12$ ok, schon mal gut. Etwas beschwerlicher war der Weg von der Strasse zum Hostel. Es gab nur einen Trampelpfad der hoch in den Wald führte. Das Rad mitsamt dem Gepäck hoch zu schieben ging nicht. Die Hinweise auf der Homepage zur Anreise haben gestimmt, "...Hike up behind the sign on the ascending path for 10or 15 minutes and you are here!" Ich habe dann 30 Minuten gebraucht, da ich 3-mal laufen musste!!
Aber einmal oben war die Aussicht echt schön und so schnell wieder runter musste ich ja auch nicht. Das Hostel lag mitten im Wald, so konnte man direkt zu Wanderungen starten. Wer nicht wandern wollte brauchte sich nur auf die Terrasse zu setzen und konnte da schon so einige Tiere beobachten. Bei einer Wanderung durch den Regenwald hatte ich sogar Glück und sah eine Gruppe Affen, welche aber zu weit weg waren um ein Foto zu schiessen. Aber schon sich einfach mal für eine Stunde in den Wald zu setzen und diese herrliche Ruhe zu geniesen war unbezahlbar.
Das "Haustier" des Hostels, Rocky, ein Kinkajou (Honigbär) wurde abends so richtig aktiv und hatte es meist auf Nase und Ohren abgesehen.

Nach 3 Tagen ging es weiter. Ich musste noch über einen kleinen Bergrücken fahren bevor es in Richtung Karibikküste nach Bocas del Toro ging. Auf der Strecke traf ich ein holländisches Ehepaar, welches mit Ihrem Wohnmobil in Alaska gestartet war und weiter gen Süden wollte.
In einem Tag war Bocas nicht zu schaffen. So übernachtete ich in einem kleinen Fischerdorf Namens Miramar auf dem überdachten Dorfplatz. Der Name des Dorfes war einfach nur treffend. Der Ausblick aufs Meer war wirklich schön.
Um nach Bocas zu gelangen musste ich von Almirante aus mit dem Wassertaxi weiter. 20 Minuten Überfahrt und man ist da. Die Auswahl an Hostels war gross und so war es nicht schwer sich irgendwo einzuquartieren. Die nächsten Tage stand neben den üblichen Internetarbeiten, Tauchen und eine kleine Radtour über die Insel an. Ansonsten gab es auf der Terrasse vor dem Hostel einen Schaukelstuhl wo man bei einem Kaffee vortrefflich das Geschehen auf der "Touristenmeile" beobachten konnte. Irgendwann wurde es mir aber zu langweilig in dem kleinen Ort, wo es für die meisten Backpacker nur darum ging sich jeden Abend in irgendeiner Disco die Birne voll zu kippen und am nächsten Tag über den brummenden Schädel zu philosophieren und Abends das Spiel von neuem zu starten.
Ich hatte bis zu meiner Abfahrt in Puerto Limon nur noch paar Tage übrig und musste weiter.

Über Changuinola und Cahuita ging es der Küste entlang nach Puerto Limon. Der Hafen befand sich etwas ausserhalb in Moin. Da ich wegen der Formalitäten schon 2 Tage vor Abfahrt da sein musste nahm ich mir ein Hotel in der Nähe des Hafens. In Puerto Limon wollte ich mich nicht wirklich aufhalten. Reichte schon zu das ich mehrere Male mit dem Taxi zur Schiffsagentur in die Stadt musste.
Die Stadt ist nicht wirklich ein Ort für Touristen.
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